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Niederlausitz

News

Niederlausitzer Netzwerk Gesunde Kinder gewinnt Stipendium beim Bundeswettbewerb startsocial
News vom 23. September 2020

Das Niederlausitzer Netzwerk Gesunde Kinder gewinnt bei startsocial als eine von 100 Initiativen deutschlandweit ein Coaching und profitiert als Preisträger von Netzwerk- und Weiterbildungsmöglichkeiten. Damit wird das ehrenamtliche Engagement für Familien in der Region weiter gestärkt.

Startsocial ist ein bundesweiter Wettbewerb zur Förderung des ehrenamtlichen sozialen Engagements und steht unter der Schirmherrschaft von Bundeskanzlerin Angela Merkel. Mitmachen können alle, die soziale Herausforderungen mit Hilfe von Ehrenamtlichen anpacken. Unter dem Motto „Hilfe für Helfer“ vergibt startsocial jährlich 100 Stipendien an soziale Initiativen. Eine davon ist das Niederlausitzer Netzwerk Gesunde Kinder. „Wir wollen uns mit dem Stipendium und der Unterstützung der Coaches unter anderem den Themen Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit sowie Arbeitsorganisation und Aufgabenstrukturierung widmen. Im Fokus wird das Thema Ehrenamtsgewinnung und -management stehen, damit wir auch für die Zukunftweiterhin interessierte und engagierte Menschen für unsere Netzwerk-Idee begeistern können“, kündigt Koordinatorin Daniela Graß an.

Im Mittelpunkt der Förderung stehen bei startsocial der Wissenstransfer und die Vernetzung zwischen Wirtschaft und Zivilgesellschaft. Hierfür werden jedes Jahr 200 erfahrene Fach- und Führungskräfte für startsocial zu ehrenamtlichen Coaches. Jeweils im Tandem begleiten sie die 100 geförderten Initiativen von Anfang November diesen Jahres bis Ende Februar 2021 bei der Verwirklichung oder Weiterentwicklung ihrer Projekte. Die Wettbewerbsgewinner kommen aus 14 Bundesländern und wurden von unabhängigen Juroren aus über 300 Bewerbern ausgewählt. Die gesellschaftlichen Themen und Herausforderungen, denen sie sich widmen, sind vielfältig und ganz verschieden.

„Gerade weil bei dem Bundeswettbewerb das ehrenamtliche Engagement im Vordergrund steht, war es uns ein Anliegen, dabei zu sein. Neben unseren vielen tollen Frauen und auch zwei Männern, haben wir auch einige Netzwerkpartner aus regionalen Einrichtungen, die sich bereits über viele Jahre unentgeltlich miteinbringen. Das ist wirklich bewundernswert. Und dass wir jetzt auch das Stipendium bei startsocial gewonnen haben, ist einfach großartig“, freut sich Koordinatorin Daniela Graß.

Im Niederlausitzer Netzwerks Gesunde Kinder sind, neben zahlreichen Kooperationspartnern,
vor allem die ehrenamtlichen Familienpaten das Herzstück. Im südlichen Landkreis Oberspreewald-Lausitz gibt es aktuell 120 geschulte Patinnen und Paten, die Familien bis zum dritten Lebensjahr des Kindes besuchen. Sie sind den Familien Begleiter, Vertraute und Ratgeber in vielen Alltagsbelangen, die den Eltern für das Zusammenleben mit ihrem Kind wichtig sind. Im Mittelpunkt der Begleitung stehen gesundheitsfördernde und präventive Maßnahmen, wie zum Beispiel die Vorsorgeuntersuchungen und Impfungen im Kindesalter. Darüber hinaus informieren sie die Familien über staatliche, kommunale und netzwerkbezogene Angebote und ermutigen die Eltern bei Bedarf auch zum
Aufsuchen von Fachkräften und Experten.

Über das Niederlausitzer Netzwerk Gesunde Kinder

Das Netzwerk Gesunde Kinder unterstützt Familien von der Schwangerschaft bis zum 3. Lebensjahr des jüngsten Kindes bei vielen großen und kleinen Fragen des Alltags. Es vermittelt geschulte, ehrenamtliche Familienpaten, die Eltern und ihre Kinder begleiten und in vertrauter Umgebung Erfahrungen und Wissen zu gesundheits- und entwicklungsfördernden Themen weitergeben sowie über regionale Angebote informieren. Zudem werden Elternkurse zu vielen interessanten Themen kostenfrei angeboten.

Entstanden ist die Idee 2005 aus Beobachtungen, die Ärzte, Kinderkrankenschwestern, Hebammen sowie Therapeuten der Kinderklinik und Geburtsklinik im Klinikum Niederlausitz sowie allgemein bekannten Entwicklungen im Bereich der Kindergesundheit und Bindungsforschung: Die Inanspruchnahme von Vorsorgeuntersuchungen ist zurückgegangen. Impfungen werden weniger wahrgenommen. Die Beziehungsgestaltung zwischen Müttern/Vätern und Kindern sind zunehmend geprägt von Unsicherheit. Aus Erfahrungen heraus wissen wir, dass Hinweise und Gespräche – bereits vor oder unmittelbar nach der Geburt eines Kindes angeboten – viele Weichen für das Zusammenleben in der Familie positiv stellen können. Viele junge Familien und werdende Mütter/Väter wünschen sich Unterstützung in ihrer Rolle als Eltern. Dieser Wunsch sowie die Beobachtungen und Erkenntnisse führten dazu, gemeinsam mit regionalen Einrichtung und Institutionen 2006 das Netzwerk Gesunde Kinder zu initiieren.

Seit Beginn der Initiative wurden insgesamt rund 230 ehrenamtliche Familienpatinnen und -paten geschult und qualifiziert. Dafür haben die Interessenten verschiedene Kurse besucht und nehmen regelmäßig an Weiterbildungen und Stammtischen teil. Um die ehrenamtliche Arbeit zu würdigen, veranstaltet das Netzwerk Gesunde Kinder zweimal im Jahr Dankesveranstaltungen für die Paten. In den letzten Jahren (seit 2006) haben 2.350 Kinder bzw. rund 1.900 Familien, Mütter und Väter, am Niederlausitzer Netzwerk Gesunde Kinder teilgenommen, darunter auch Familien mit einem zweiten oder dritten Geschwisterkind sowie Mehrlingen. Die Familien werden in erster Linie durch die Zusammenarbeit mit der Schwangerenberatung, Hebammen, ambulanten Gynäkologen und der Geburtsklinik über das Netzwerk Gesunde Kinder informiert.

Kontakt
Daniela Graß
Niederlausitzer Netzwerk Gesunde Kinder
c/o Klinikum Niederlausitz GmbH
Friedensstraße 18, 01979 Lauchhammer
Telefon 03573 75-1036, E-Mail ekib@klinikum-niederlausitz.de
Internet http://www.ekib.info/

Über startsocial e.V.

startsocial ist ein bundesweiter Wettbewerb zur Förderung des ehrenamtlichen sozialen Engagements und steht unter der Schirmherrschaft von Bundeskanzlerin Angela Merkel. Unter dem Motto „Hilfe für Helfer“ vergibt startsocial jährlich 100 viermonatige Beratungsstipendien und 25 Auszeichnungen, darunter sieben Geldpreise, an herausragende soziale Initiativen. In jeder Wettbewerbsrunde bringen rund 500 Fach- und Führungskräfte als ehrenamtliche Coaches sowie Jurorinnen und Juroren ihr Know-how ein. Der Wettbewerb wird seit 2001 veranstaltet und hat bereits über 1.600 soziale Organisationen und Projekte bei ihrer Weiterentwicklung begleitet und unterstützt. Hauptförderer sind die Unternehmen Allianz Deutschland AG, Deutsche Bank AG, SAP SE, ProSiebenSat.1 Media SE und McKinsey & Company.

Kontakt
Susanne Martensen
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
startsocial e.V.
Am Sandtorkai 77, 20457 Hamburg
Telefon 040 3070913-03, E-Mail susanne.martensen@startsocial.de
Internet http://www.startsocial.de/

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Sommer, Sonne, Sonnenschutz für Familien
News vom 15. Juli 2020

Familien im Netzwerk Gesunde Kinder erhalten Gutscheine, Sonnencreme und Tipps für die Urlaubszeit. Ministerium unterstützt mit zusätzlichen Fördermitteln in der Corona-Zeit Eltern und Kinder.

Das Niederlausitzer Netzwerk Gesunde Kinder ist für Eltern weiterhin aktiv im Einsatz. Wenn auch in den letzten Monaten und Wochen nicht immer persönlich, so wurde der Kontakt zwischen den ehrenamtlichen Familienpaten des Netzwerks und den Eltern auch in Corona-Zeiten aufrechterhalten – per Post, am Telefon, per WhatsApp oder E-Mail.

Das Ministerium für Jugend, Bildung und Sport würdigt die Arbeit der Netzwerke in Brandenburg nun mit zusätzlichen Fördermitteln für jede Region. „Insgesamt wurden für unser Netzwerk 2.000 Euro bewilligt, über die wir uns sehr freuen. Damit haben wir uns jetzt speziell für den Sommer etwas einfallen lassen“, informiert Daniela Graß, Koordinatorin des Niederlausitzer Netzwerks Gesunde Kinder. „Die Familien erhalten dafür vom Netzwerk Tipps rund um das Thema Sonnenschutz bei Kindern, eine kleine Sonnencreme sowie einen Einkaufsgutschein in Höhe von fünf Euro pro Netzwerkkind für den Kauf eines Sonnenschutzartikels, wie zum Beispiel einen Kindersonnenhut. Zudem erhalten sie eine Urlaubskarte des Lausitzer Seenlandes mit Anregungen und Ideen für Ausflüge in der Umgebung“, freut sich Christine Thomschke, Mitarbeiterin des Netzwerks, über die Zuwendung für die Familien.

„Wir sind froh, dass es allen Familien und Familienpaten trotz der außergewöhnlichen Situation nach wie vor gesundheitlich gut geht und dass auch trotz der Kontaktbeschränkungen die Verbindung zueinander gehalten wurden“, zeigt sich Daniela Graß von dem Engagement der Ehrenamtlichen beeindruckt.

Aktuell begleiten 120 ehrenamtliche Patinnen und Paten im Rahmen des Netzwerks insgesamt rund 350 Familien in der Region, in erster Linie durch persönliche Besuche bei den Eltern zu Hause. Während der Corona-Kontaktsperre wurde das vor allem über das Telefon und den Computer bewerkstelligt. Seit gemeinsame Spaziergänge und Kontakte wieder zulässig sind, finden auch wieder persönliche Treffen statt, jetzt im Sommer meist draußen. „Wir lassen die Paten und Familien selbst entscheiden, ob sie sich treffen, da wir auch Paten haben, die der Risikogruppe angehören. Das gelingt recht gut“, berichtet die Netzwerkkoordinatorin.

Neben der individuellen Begleitung profitieren die Mütter und Väter auch durch hochwertige, gesundheitsfördernde Geschenke und ein vielseitiges Angebot an Seminaren und Veranstaltungen zu Themen wie „Gesunde Ernährung von Säuglingen“ oder „Erste Hilfe bei Kleinkindern“. Diese finden aktuell zum Teil in Online-Kursen oder kleineren Gruppen statt.

Das Niederlausitzer Netzwerk Gesunde Kinder, mit dem Büro im Klinikum Niederlausitz in Lauchhammer, gibt es bereits seit 2006. Die ehrenamtlichen Familienpaten sind geschulte und erfahrene Menschen mit Herz, die jungen Familien von der Geburt des Kindes bis zum Alter von drei Jahren gern ihr Wissen weitergeben und damit die gesunde Entwicklung der Jüngsten fördern. Für die Familien ist die Teilnahme am Netzwerk freiwillig und kostenlos. „Wir informieren in der Geburtsklinik des Klinikums Niederlausitz darüber und mit Unterstützung zahlreicher Netzwerk-Partner im Landkreis auch an vielen anderen Stellen in der Umgebung“, sagt Daniela Graß. „Unser Angebot ist für alle Eltern da. Neu ist auch die Online-Anmeldung, die nun ganz unkompliziert von zu Hause am Laptop oder Smartphone ausgefüllt werden kann“, so der Tipp von Christine Thomschke.

„Wir wünschen den Familien, trotz der zum Teil immer noch bestehenden Einschränkungen durch die Corona-Pandemie, eine unbeschwerte und entspannte Zeit – egal, ob zu Hause auf dem Balkon, im Garten, am Wasser in unserem schönen Lausitzer Seenland oder anderswo“, stimmt das Netzwerkteam gemeinsam ein.

Kindergesundheit durch Familienpaten fördern

Das Netzwerk Gesunde Kinder unterstützt Familien von der Schwangerschaft bis zum 3. Lebensjahr des jüngsten Kindes bei vielen großen und kleinen Fragen des Alltags. Es vermittelt geschulte, ehrenamtliche Familienpaten, die Eltern und ihre Kinder begleiten und in vertrauter Umgebung Erfahrungen und Wissen zu gesundheits- und entwicklungsfördernden Themen weitergeben sowie über regionale Angebote informieren. Zudem werden Elternkurse zu vielen interessanten Themen kostenfrei angeboten.

Kontakt
Niederlausitzer Netzwerk Gesunde Kinder
c/o Klinikum Niederlausitz GmbH
Friedensstraße 18, 01979 Lauchhammer
Telefon 03573 75-1037, E-Mail ekib@klinikum-niederlausitz.de

Internet http://www.ekib.info/

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Ferienzeit, Urlaubszeit, Familienzeit – Familienpass Brandenburg wieder mit vielen tollen Freizeitangeboten für die Region
News vom 23. Juni 2020

Lauchhammer. Der Familienpass Brandenburg feiert in diesem Jahr sein 15jähriges Jubiläum und ist ab sofort wieder beim Niederlausitzer Netzwerk Gesunde Kinder erhältlich.

Viele Familien freuen sich auf die Ferien- und Urlaubszeit mit den Kindern, auch gerade jetzt nach den letzten Wochen und Monaten, in denen viele Freizeitaktivitäten aufgrund der Coronapandemie nur eingeschränkt oder gar nicht möglich waren. Und da für die eine oder andere Familie in diesem Jahr vielleicht der Sommerurlaub im Ausland sprichwörtlich ins Wasser fällt, bietet der Familienpass Brandenburg viele interessante regionale Alternativen. Von Abenteuerpark bis Zoo gibt es mit dem Familienpass in allen Landkreisen in Brandenburg viel zu entdecken. Darüber hinaus sind auch einige Angebote in Berlin enthalten.

Seit 15 Jahren liefert der Familienpass tolle Freizeitideen. Mit rund 480 spannenden Ausflugstipps wird er zum idealen Freizeitplaner und gibt viele Ideen und Anregungen, auch von Orten und Einrichtungen, die bei einigen Familien bisher vielleicht noch nicht so bekannt sind.

Zu den Highlights im Landkreis OSL gehören unter anderem die Tour mit der Seeschlange, die Bootsvermietung am Senftenberger See, die Alpaca Finca in Raddusch sowie die Museen in Senftenberg, Lübbenau und Lehde.

Der Familienpass ist ein ganzes Jahr gültig: vom 25. Juni 2020 bis zum 23. Juni 2021 und bietet Preisnachlässe von mindestens 20 Prozent Rabatt auf Eintrittspreis sowie teilweise sogar freien Eintritt für Kinder. Die Ermäßigungen gelten auch für Ausflüge mit anderen Familienmitgliedern, wie den Großeltern.

„Mit dem Familienpass kann man gemeinsam mit der ganzen Familie viel Interessantes in unserer Region entdecken. Bei den Eltern und ehrenamtlichen Paten ist der Familienpass als Freizeit- und Ausflugsplaner immer sehr beliebt und wird gern genutzt“, sagt Daniela Graß, Koordinatorin des Niederlausitzer Netzwerks Gesunde Kinder.

Erhältlich ist der Familienpass im Netzwerk-Büro in Lauchhammer und vielen weiteren offiziellen Verkaufsstellen für 2,50 Euro pro Stück.

Der Familienpass Brandenburg ist eine zentrale Maßnahme des Familien- und Kinderpolitischen Programms der Landesregierung. Er wurde im Auftrag des Familienministeriums von der TMB Tourismus-Marketing Brandenburg GmbH in Zusammenzusammenarbeit mit vielen Tourismus- und Freizeitanbietern erarbeitet. Weitere Informationen unter http://www.familienpass-brandenburg.de/.

Kindergesundheit durch Familienpaten fördern

Das Netzwerk Gesunde Kinder unterstützt Familien von der Schwangerschaft bis zum 3. Lebensjahr des jüngsten Kindes bei vielen großen und kleinen Fragen des Alltags. Es vermittelt geschulte, ehrenamtliche Familienpaten, die Eltern und ihre Kinder begleiten und in vertrauter Umgebung Erfahrungen und Wissen zu gesundheits- und entwicklungsfördernden Themen weitergeben sowie über regionale Angebote informieren.

Weitere Informationen und Anmeldung unter Telefon (03573) 75-1037 oder im Internet auf www.ekib.info.

Kontakt

Niederlausitzer Netzwerk Gesunde Kinder
c/o Klinikum Niederlausitz GmbH
Friedensstraße 18,01979 Lauchhammer

Telefon 03573 75-1037, E-Mail ekib@klinikum-niederlausitz.de 

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Desinfektions- und Reinigungsmittel gehören nicht in Kinderhände
News vom 15. Juni 2020

Giftnotrufzentralen registrieren während der Coronapandemie eine Zunahme von Unfällen mit Kindern in privaten Haushalten. Häufig sind Kleinkinder von Vergiftungen mit Reinigungs- und Desinfektionsmitteln betroffen. Unfallprävention ist daher auch gerade jetzt ein wichtiges Thema im Niederlausitzer Netzwerk Gesunde Kinder.

Vergiftungen und Verätzungen gehören zu den Unfallrisiken, von denen besonders Kleinkinder betroffen sind. 90 Prozent aller Vergiftungsunfälle betreffen Kinder im Alter zwischen 0 und sechs Jahren. Die meisten dieser Unfälle ereignen sich dabei zu Hause. Mit der zunehmenden Beweglichkeit der Kinder ab dem ersten Lebensjahr steigt das Risiko, dass die Kleinen mit giftigen oder ätzenden Substanzen in Berührung kommen.

Oft ist man sich kaum bewusst, dass viele Mittel – die zum Teil regelmäßig im Haushalt benutzt werden – giftig und bei unsachgemäßem Gebrauch gerade für Kinder äußerst gefährlich sein können. Das gilt für alltägliche Reinigungs- und Pflegemittel, aber auch für sogenannte Genussmittel wie Alkohol und Zigaretten und erst recht für Medikamente.

Die Giftnotrufzentralen in Deutschland haben in den letzten Wochen und Monaten eine steigende Anzahl von Notrufen und Anfragen im Zusammenhang mit Desinfektionsmitteln registriert. Das bestätigt auch Daniela Acquarone, Leiterin des Giftnotrufs für die Region Berlin-Brandenburg an der Charité in Berlin: „Tatsächlich werden auch im Giftnotruf der Charité während der Covid-19-Pandemie verstärkt Anrufe von besorgten Eltern registriert, nachdem ihre Kinder Desinfektionsmitteln getrunken haben. Genaue Zahlen liegen aktuell nicht vor, ein Projekt zur Auswertung der Expositionen mit Desinfektionmitteln und Haushaltsreinigern während der Coronapandemie starten wir gerade in diesen Tagen“, so Daniela Acquarone.

Insgesamt hat der Giftnotruf während der Coronapandemie nicht wesentlich mehr Anfragen als zu sonstigen Zeiten. Auffällig ist es jedoch, dass sich viele Anfragen, die Kinder betreffen, auf die versehentlichen Einnahmen von Desinfektionsmitteln für die Haut und den Haushalt beziehen. Seit dem Ausbruch des Corona-Virus nutzen mehr Menschen Desinfektionsmitteln im privaten Haushalt und reinigen die Wohnräume verstärkt mit chemischen Substanzen. Dabei kann es zu Falschanwendungen von Reinigungsmitteln kommen und die Mittel können vermehrt in die Hände von Kindern gelangen und als Folge gesundheitliche Schäden verursachen.

„Putz- und Reinigungsmittel sowie andere Haushaltschemikalien gehören an einen sicheren, für Kinder unerreichbaren Ort. Auch ätherische Öle, Lampenöle oder Essigessenz sind für kleine Kinder gefährlich und gehören kindersicher aufbewahrt“, unterstreicht Daniela Graß, Koordinatorin des Niederlausitzer Netzwerks Gesunde Kinder.

Im Vergiftungsfall handeln – Ruhe behalten und anrufen

Bei Verdacht auf eine Vergiftung heißt es als Erstes, Ruhe zu bewahren und telefonisch ärztlichen Rat einzuholen. Oft kann auf diese Weise schon geholfen werden. Zeigt das Kind keine Veränderungen in seinem Verhalten und keine Störung der lebenswichtigen Funktionen wie Atmung, Kreislauf und Bewusstsein, sollen sich die Eltern zunächst telefonisch bei der Giftnotrufzentrale erkundigen, ob und welche weiteren Maßnahmen notwendig sind. Erstmaßnahmen sollten immer nur nach Rücksprache mit der Giftnotrufzentrale durchgeführt werden. Ist das Kind bewusstlos, ist unverzüglich der Notruf 112 zu verständigen.

Giftnotrufzentralen in Deutschland

Die Giftnotruf- oder Giftinformationszentralen beraten Bürger, sowie auch medizinisches Personal von Krankenhäusern und Rettungsdiensten. Bundesweit gibt es acht solcher Vergiftungsinformationszentralen. Der Giftnotruf der Charité in Berlin für die Region Berlin-Brandenburg ist 24 Stunden unter der Telefonnummer 030 19240 erreichbar und bietet eine ärztliche Beratung zu Vergiftungen bei Menschen. In lebensbedrohlichen Situationen gilt weiterhin der allgemeinen Notruf 112.

Kindersicher und unbeschwert durch die Grillsaison

„Noch ein Hinweis für die Grillsaison. Verzichten Sie auf flüssige Grillanzünder und Lampenöle“, sagt Daniela Graß. Davor warnt auch das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR). Diese Substanzen können unter Umständen von Kindern mit Getränken verwechselt werden und bereits kleinste Menge können chemische Entzündungen in der Lunge auslösen. Schwere gesundheitliche Schäden bis hin zu Todesfällen können die Folge sein. Flüssige Brandbeschleuniger wie Spiritus oder Benzin können zudem bei unsachgemäßer Anwendung zu Verbrennungen führen. Es wird Eltern daher geraten, für ein unbeschwertes Grillvergnügen auf feste Grillanzünder in Würfel- oder Riegelform auszuweichen.

Kindergesundheit durch Familienpaten fördern

Im Netzwerk Gesunde Kinder hat das Thema Kindersicherheit, neben vielen anderen Gesundheitsthemen, eine zentrale Rolle. Die ehrenamtlichen Familienpaten werden im Rahmen ihrer Ausbildung zu diesem Thema geschult und erhalten wichtige Informationen zur Prävention von Kinderunfällen. Familien, die am Netzwerk Gesunde Kinder teilnehmen, können kostenfrei spezielle Erste Hilfe Kurse für Kinder besuchen. „Das wird von den Familien auch immer sehr gut angenommen“, weiß Daniela Graß.

Das Netzwerk Gesunde Kinder unterstützt Familien von der Schwangerschaft bis zum 3. Lebensjahr des Kindes bei vielen großen und kleinen Fragen des Alltags. Es vermittelt ehrenamtliche Familienpaten, die Eltern und ihre Kinder begleiten und in vertrauter Umgebung Erfahrungen und Wissen zu gesundheits- und entwicklungsfördernden Themen weitergeben sowie über regionale Angebote informieren.

Im Jahr 2006 wurde das Niederlausitzer Netzwerk Gesunde Kinder vom Klinikum Niederlausitz unter Mitwirkung vieler regionaler Akteure als erstes Netzwerk in Brandenburg initiiert. Aktuell gibt es 120 ausgebildete, ehrenamtliche Familienpaten, die zirka 350 Familien in der Region begleiten. Mittlerweile gibt es in allen Landkreisen ein regionales Netzwerk, das vom Land Brandenburg gefördert wird. Weitere Informationen unter www.netzwerk-gesunde-kinder.de

Kontakt / Ansprechpartner

Niederlausitzer Netzwerk Gesunde Kinder
c/o Klinikum Niederlausitz GmbH
Friedensstraße 18,01979 Lauchhammer

Daniela Graß, Koordinatorin
Telefon +49 3573 75-1036, E-Mail ekib@klinikum-niederlausitz.de 

Giftnotruf Berlin Brandenburg

CHARITÉ –  UNIVERSITÄTSMEDIZIN BERLIN
Hindenburgdamm 30, 12203 Berlin

Daniela Acquarone, Leitung
Telefon: +49 (0) 30 450569 – 701, E-Mail mailto:giftnotruf@charite.de

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Netzwerk Gesunde Kinder startet wieder mit Kursangeboten für Familien
News vom 25. Mai 2020

Outdoor-Buggykurs ab Juni am Stadthafen in Senftenberg, Online-Ernährungsberatung und ein Papakurs per Videochat sind in Planung

Bild: Bewegung an der frischen Luft tut gut, als Outdoor-Buggykurs, mit einer Freundin oder im Gespräch mit der persönlichen Familienpatin. Eltern wünschen sich den direkten Kontakt.
(Foto: Netzwerk Gesunde Kinder)

Outdoor-Buggykurs ab Juni am Stadthafen in Senftenberg, Online-Ernährungsberatung und ein Papakurs per Videochat sind in Planung

Lauchhammer/Senftenberg. Aufgrund der Einschränkungen durch die Coronapandemie konnte das Niederlausitzer Netzwerk Gesunde Kinder seit März keine Elternkurse mehr durchführen. Die Angebote zu den verschiedensten Themen wie zum Beispiel Erste Hilfe, Trotzalter, Ernährung, Babymassage sind bei den Eltern sehr beliebt. Das Netzwerk Gesunde Kinder bietet diese Kurse für Eltern, die am Netzwerk teilnehmen, kostenfrei an. Andere zahlen einen kleinen Obolus von fünf Euro pro Kurs.

„Das Netzwerk Gesunde Kinder lebt in erster Linie von der persönlichen Beziehung zu den Familien. Das haben wir bei den Kontakten zwischen den ehrenamtlichen Familienpaten und Eltern gemerkt, die auch regelmäßig während der Einschränkungen die Verbindung aufrechterhalten haben – in erster Linie telefonisch. Unsere Paten haben uns oft berichtet, dass sich die Familien über die Anrufe und Nachrichten gefreut haben und dass es ihnen wichtig war, immer in Kontakt zu bleiben“, berichtet Daniela Graß, Koordinatorin des Niederlausitzer Netzwerk Gesunde Kinder.

Auch das Spazierengehen zu zweit an der frischen Luft wird von den Eltern und Familienpaten für ein persönliches Gespräch genutzt. Mit den Lockerungsmaßnahmen ist es nun auch wieder möglich, unter Einhaltung der Abstandsregeln, Bildungsangebote in kleineren Gruppen durchzuführen.

“Das wollen wir gern nutzen und den Familien wieder aktiv Kurse anbieten. Im Juni geht es los“, freut sich Daniela Graß. Am 5. Juni um 9:30 Uhr findet ein Schnupperkurs Buggysport mit dem Kinderwagen oder Trage an der frischen Luft mit Trainerin Claudia Elisa Scharfe statt. Ab dem 12.06.2020 startet dann ein 6-wöchiger Kurs, immer freitags 9:30 bis 10:30 Uhr am Stadthafen in Senftenberg.

Zudem sind auch andere Kursformate in Planung, unter anderem ein Online-Workshop mit Ernährungsberaterin Marlen Nowotnick rund um das Thema Babynahrung. Für werdende Väter plant das Netzwerk Gesunde Kinder einen speziellen Onlinechat mit Trainer Andreas Gerts aus Berlin, qualifizierter Elternbegleiter und selbst Vater von drei Kindern in einer Patch-Work-Familie.

Anmeldungen und weitere Informationen unter www.ekib.info.

Kindergesundheit durch Familienpaten fördern

Das Netzwerk Gesunde Kinder unterstützt Familien von der Schwangerschaft bis zum 3. Lebensjahr des Kindes bei vielen großen und kleinen Fragen des Alltags. Es vermittelt ehrenamtliche Familienpaten, die Eltern und ihre Kinder begleiten und in vertrauter Umgebung Erfahrungen und Wissen zu gesundheits- und entwicklungsfördernden Themen weitergeben sowie über regionale Angebote informieren.

Jeder der mitmachen möchte, kann sich nach wie vor für die kostenfreie Teilnahme am Netzwerk Gesunde Kinder entscheiden und anmelden, entweder bei der Schwangerenberatung pro familia in Senftenberg, in der Geburtsklinik in Lauchhammer oder direkt beim Netzwerk Gesunde Kinder.

Seit 2006 gibt es das Niederlausitzer Netzwerk Gesunde Kinder

Im Jahr 2006 wurde das Niederlausitzer Netzwerk Gesunde Kinder vom Klinikum Niederlausitz unter Mitwirkung vieler regionaler Akteure als erstes Netzwerk in Brandenburg initiiert. Aktuell gibt es 120 ausgebildete, ehrenamtliche Familienpaten, die zirka 350 Familien in der Region begleiten. Mittlerweile gibt es in allen Landkreisen ein regionales Netzwerk, das vom Land Brandenburg gefördert wird. Weitere Informationen unter www.netzwerk-gesunde-kinder.de

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