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Niederlausitz

Familienpatinnen des Netzwerks Gesunde Kinder nähen Atemschutzmasken für das Klinikum Niederlausitz

Ehrenamtliche spenden der Geburts- und Kinderklinik in Lauchhammer selbstgefertigte Atemschutzmasken

Lauchhammer. Zwei ehrenamtliche Familienpatinnen des Niederlausitzer Netzwerks Gesunde Kinder hatten in den Medien gehört, dass in den Krankenhäusern – neben der speziellen Schutzausrüstung für medizinisches Personal – dringend auch Atemschutzmasken für die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen benötigt werden.

Kurzerhand haben sich die zwei Schwarzheiderinnen Petra Ilona Zschiedrich (68) und Heidrun Kunisch (68) an ihre Nähmaschinen gesetzt und aus Stoff die ersten 50 Mund-Nasen-Schutzmasken genäht. „Wir dachten, wir müssen doch jetzt irgendetwas machen und können damit vielleicht helfen und die Mitarbeiter im Klinikum unterstützen“, sagt Petra Ilona Zschiedrich. Seit Montag, dem 30. März, besteht ausnahmslos eine Mundschutzpflicht für alle Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen im Klinikum, auch in den nichtmedizinischen Bereichen.

Die selbstgenähten Atemschutzmasken wurden zunächst an die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen der Geburtsklinik und Kinderklinik in Lauchhammer verteilt. Darunter waren auch einige kleinere Modelle mit fröhlichen Motiven speziell für Kinder. Lydia Klunker, Pflegebereichsleitung der beiden Stationen, und ihr Team haben sich über die Unterstützung der Ehrenamtlichen gefreut.

„Unsere Familienpaten sind allesamt engagierte Menschen mit Herz. Die spontane Aktion der beiden Frauen finde ich toll. In Abstimmung mit dem Bereich Krankenhausservice konnten wir die Masken an die Geburtsklinik und Kinderklinik geben. Mit diesen beiden Bereichen arbeiten wir auch sehr eng zusammen, um werdende Eltern und junge Familien zu unterstützen und begleiten“, so Daniela Graß, Koordinatorin des Niederlausitzer Netzwerks Gesunde Kinder.

Aktuell gibt es 120 Familienpaten, darunter auch zwei Männer, die zirka 400 Familien in der Region begleiten. Petra Ilona Zschiedrich und Heidrun Kunisch sind beide schon viele Jahre ehrenamtlich als Familienpatinnen im Netzwerk Gesunde Kinder aktiv und haben in den letzten Jahren insgesamt rund 25 junge Familien begleitet.

Auch in der aktuellen Situation mit der Corona-Pandemie bleiben die Familienpaten mit den Eltern in Kontakt, vornehmlich per Telefon, und stehen ihnen als Ansprechpartner zur Seite. Familien können sich auch weiterhin für die Teilnahme am Netzwerk Gesunde Kinder entscheiden. Die Mitarbeiterinnen des Netzwerks sind nach wie vor aktiv und für die Eltern mit ihren Fragen da. Aktuelle Informationen mit Hinweisen und Tipps rund um Covid-19 für Eltern und Kinder finden Familien auch auf der Internetseite des Netzwerks Gesunde Kinder www.ekib.info.

Niederlausitzer Netzwerk Gesunde Kinder

Im Jahr 2006 wurde das Niederlausitzer Netzwerk Gesunde Kinder vom Klinikum Niederlausitz unter Mitwirkung vieler regionaler Akteure als erstes Netzwerk in Brandenburg initiiert. Mittlerweile gibt es in allen Landkreisen ein regionales Netzwerk, das vom Land Brandenburg gefördert wird. Weitere Informationen unter www.netzwerk-gesunde-kinder.de

Kindergesundheit durch Familienpaten fördern

Das Netzwerk Gesunde Kinder unterstützt Familien von der Schwangerschaft bis zum 3. Lebensjahr des jüngsten Kindes bei vielen großen und kleinen Fragen des Alltags. Es vermittelt ehrenamtliche Familienpaten, die Eltern und ihre Kinder begleiten und in vertrauter Umgebung Erfahrungen und Wissen zu gesundheits- und entwicklungsfördernden Themen weitergeben sowie über regionale Angebote informieren.

Weitere Informationen und Anmeldung unter Telefon (03573) 75-1037 oder im Internet auf www.ekib.info.